#1 rumpf-fertigung mal anders von synaptic 03.05.2014 01:33

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hi, während ich heut abend "mein schloss" aufgeräumt habe, hatte ich viel zu viel zeit für doofes denken.
ich hab in der einen oder anderen pause beim durch die weltgeschichte googeln gesehen, dass jemand PU-Schaum genommen hat um nem speedboat mehr auftrieb zu gönnendas ganze jetzt mal zurechtgesponnen.... (und um auf den punkt zu gelangen)

meint ihr man kann sich einen standard-rumpf mal prototypisieren und dann mit pu-schaum in "serie" gehen?
will sagen: ich bau mir ne rumpfform, umgieße die anständig mit gips, säge des ding in zwei hälften und dann hab ich ne form, wie in nem extruderverfahren (oder so ähnlich) dann braucht man danach nur noch hergehn und den schaum reinballern, aushärten lassen, ne schöne matte drüberlegen, harz drauf und fertig is der leichtbau.

oder is des nich umsetzbar? gab es solche ideen schonmal?
ab und zu hab ich ja irgendwelche spinnereien im kopp...

#2 RE: rumpf-fertigung mal anders von SirElkon 03.05.2014 09:06

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Moin Björn !

Extrudieren geht zwar anders aber im Prinzip würde Deine Idee schon funktionieren.
Nun sollen aber (hab ich gelesen) diese Bauschäume sich bei Wärme ausdehnen.
Wenn das Boot also in der Sonne steht könnte es zum "Egg-Boat" werden und leicht ausser Form geraten , so wie ich nach Weihnachten z.B.
Wenn man erst mal ne Form hat braucht man die nicht ausschäumen : Matte rein und ein paar Hilfsspanten und die Sache wäre auch erledigt.
Man muss aber in die Form reinkommen zum Laminieren, das wäre z.B. bei dem Tupolev schwierig.
"Drüben" im BB der Graf Zeppelin ist der Formenbau übrigens gut beschrieben und mit Fotos dokumentiert.

#3 RE: rumpf-fertigung mal anders von Offshorer 03.05.2014 09:16

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Zitat von synaptic im Beitrag #1

ab und zu hab ich ja irgendwelche spinnereien im kopp...



ohne diese Spinnerei würde die Menschheit noch in Höhlen wohnen und mit Keulen langhaarigen Wesen hinterher laufen...

#4 RE: rumpf-fertigung mal anders von RC Jimmy 03.05.2014 10:43

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Die Idee von Björn ist schon mal ein Anfang!
Ist aber diskutierbar.
So Bauschäume dehnen sich nicht nur bei Wärme, sondern auch bei höherer Luftfeuchte aus.
Hab das selbst gesehn, Rumpfmodell einer "Mathea 7".

Aber es gibt angeblich 2K Schäume die das nicht machen!

Trotzdem würde ich, wenn üerhaupt, anders vorgehen.
Die Spanten aus 1mm GFK Platten schneiden/fräsen oder auch lassen, die zwischenräume mit Styrodur auffüllen und in Form schleifen.

Da dann ne Matte drüber laminieren und das Poly, wenn ausgehärtet, wieder rauspopeln.
Den Deckel/Kabine würd ich aus Polycarbonat/Lexan tiefziehen -weis ja nun wies geht- und fertig wär der Rumpf.

Bei der Technik kenn ich mich nicht so aus was das Ding braucht um Spaß zu machen.

LG Christian

#5 RE: rumpf-fertigung mal anders von synaptic 03.05.2014 19:56

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böhmische dörfer :)

christian ich hab in prozent so ca -2 verstanden

#6 RE: rumpf-fertigung mal anders von RC Jimmy 03.05.2014 23:39

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Na dann will ichs mal anders probieren.

Die Spanten welche sonst aus Sperrholz gefertigt werden machst aus GFK Platten (Leiterplattenmaterial, beschichtet oder nicht ist mal nebensache).
Die stellst dann ganz normal auf der Heling auf.
Die Zwischenräume davon füllst mit Styrodurplatten auf (Perimeter Dämmplatten, meist in Rosa), das ist ein feinporiges Sund festeres Styropor.
Die kannst dann schön in Form schleifen und bekommst einen 3D Rumpf.
Diesen überziehst mit Glasfasergewebe und Epoxy Harz.
Am nächsten Tag bzw. wenn das arz ausgehärtet ist nimmst den Rumpf von der Heling und holst das Styrozeugs wieder ras.
Da die Spanten sicher mit der Matte verklebt sind hast einen laminierten Rumpf mit eingeharzten Spanten der noch dazu recht leicht sein dürfte.

Den ufbau/Kabine machst ein Modell aus Holz und machst einen Tiefziehteil davon.
Wennst dafür Polycarbonat (Lexan wie die RC Car Karos) nimmst und später beim lackieren die Scheiben vorher abklebst erspart man sich dann das verglasen.

Antrieb und Versorgungstechnisch bin ich nicht so bewandert, da muß wer anderer her!

LG Christian

Ps.: Ich machs für meinen kleinen Dicken so ähnlich, dauert aber noch.

#7 RE: rumpf-fertigung mal anders von genius 02.07.2018 19:54

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Kurz gesagt: Wenn Schaum, dann 2 Komponenten Schaum aus zwei Flaschen/ Kanistern, nicht den aus der Dose!
Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht! Der 2 K Schaum wird viel feinporiger, homogener, lässt sich sehr gut schneiden, ist viel schneller hart und drückt nicht nach. Wird flüssig vermischt und hineingeschüttet. Geht sofort super auf, härtet überall gleichzeitig aus und ist in Minuten schneidbar.

Mit dem Dosenschaum kann man kaum arbeiten, es braucht ewig und zwei Tage bis es durchgehärtet ist, macht riesige Blasen und lässt sich nur schlecht schneiden. Spaß macht es keinen. Der 2 K Schaum aus der Dose ist sauteuer und liegt Qualitätsmäßig zwischen den beiden. Geht noch irgendwie, aber das aus zwei Behältern ist definitv nochmal besser. Wir haben eine Form für ein Tropendach für ein Auto draus geformt und mit 1K Dosenschaum angefangen. Dann mit 2 K Dosenschaum weiterprobiert und dann 2 K Schaum aus dem Kanister genommen. Ab da hat es auch Spaß gemacht und ist so geworden wie wir uns das gewünscht hatten.

viele Grüße, Maximilian

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