Ich richte mich an @Time Bandit (und natürlich auch an alle anderen Laminierprofis unter Euch). Hier sind die Eckdaten.
Körperbindung >160 g/qm und noch ein Leinwandgewebe 42 g/qm als Finish (vielleicht) und alles nass in nass Harz L oder HT, ein bissel angedickt von R+G
Das möchte ich wissen:
Ich möchte einen Rumpf auf das maximalste an Steifigkeit bringen mit dem oben genannten Material. Muss ich auf die Webrichtung achten oder kann ich da so wie es mir passt? Die Unterkonstruktion wird das Aussenborder Runabout sein. Das wird mit 2 x 2mm Balsa in 45° beplankt. Komme ich wohl nach dem Schleifen auf 3.5 mm Stärke. Ich hoffe auf verständliche "Anweisungen".
Maximale Steifigkeit bekommst du, wenn du 2 Lagen 45° versetzt laminierst, was die Webrichtung angeht. Grundsätzlich bringt auch 2x 80g deutlich mehr Steifigkeit als 1x 160g.
Finish würde ich mit 25g Gewebe machen, da musst du weniger Schleifen.
in welcher Richtung solls mit 1x 160g steif werden?
Hauptfaden paralel zum Kiel heist steifer bei gerader Durchbiegung sowohl längs als auch quer. Gewebe diagonal wirkt der Verwindung des Rumpfes entgegen. Wenn schon Leinwand dann so geringes Gewicht wie möglich. Und mit Finish. Als letztes würde ich dünnst mögliches Köper mit Finish um 45° versetzt zur letzten Verstärkungslage nehmen.
Und bitte denke an die Saugkraft deines Balsageleges. Das zählt nachher zum Laminat!
liebe Grüße, René
Habt keine Angst vor großen Projekten, die Arche wurde von Amateuren gebaut, jedoch die Titanic von gelehrten Profis.
Achso und das Harz zum Laminieren auf keinen Fall eindicken. So dünnflüssig wie möglich bringt die höchste Rate an Fasern im Vergleich zum Harz. Und die Fasern machen die Stabilität, nicht das Harz, das bindet praktisch nur. 50:50 wäre ziemlich optimal, das bekommt man beim Handlaminieren aber nicht hin.